England bei der EM 2012
von Sebastian, bettingexpert.com | Bearbeitet
Die Euro 2012 auf BettingExpert
Eigentlich hatten sich die Engländer für das Turnier in Polen und der Ukraine richtig viel vorgenommen, nach dem blamablen Abschneiden bei der WM 2010 in Südafrika wollten sich die Kicker von der britischen Insel gemeinsam mit ihrem italienischen Coach Fabio Capello unbedingt rehabilitieren. Seit dem 8. Februar 2012 allerdings steht definitiv fest, dass aus den großen Plänen der “Three Lions” nichts wird - zumindest nicht unter der Regie von Fabio Capello.
Der Rücktritt von Fabio Capello
Denn der italienische Trainer verwarf sich Anfang Februar komplett mit dem englischen Verband und trat von seinem Amt als Nationalcoach zurück, der Auslöser: Capello fühlte sich vom Verband FA übergangen, weil John Terry ohne Rücksprache mit ihm die Kapitäns-Binde entzogen wurde. Es krachte zuletzt also gewaltig auf der Insel, mittlerweile allerdings scheinen die Wogen geglättet zu sein und Roy Hodgson soll das englische Team bei der Euro 2012 in Polen und der Ukraine coachen, neuer Spielführer wurde Scott Parker von Tottenham Hotspur. Doch ist das Chaos im Verband auch an den Akteuren spurlos vorübergegangen, können die Kicker der “Three Lions“ in ein paar Wochen wirklich ihr gesamtes Potenzial abrufen? Und lohnt es sich tatsächlich auf die englische Nationalmannschaft Wetten abzuschließen und sein Geld auf die Hogson-Schützlinge zu setzen? Rund um das Team der Engländer gibt es eine Menge Fragen, die wir einmal genauer erörtern möchten.
Englands Weg durch die Qualifikation für die Euro 2012
Die Qualifikation zum Turnier in Polen und der Ukraine meisterten die englischen Kicker äußerst souverän, in der Gruppe G ließ das Team der “Three Lions” zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Zweifel an der Teilnahme bei der EM-Endrunde aufkommen. England setzte sich in seiner Fünfergruppe mit fünf Siegen und drei Unentschieden (0:0 und 2:2 gegen Montenegro, 2:2 gegen die Schweiz) letztlich enorm souverän durch und holte 18 der möglichen 24 Punkte bei einem Torverhältnis von 17:5 Treffern. Insgesamt also verlief die Qualifikation für das Team von der britischen Insel absolut problemlos, allerdings muss man natürlich zugeben, dass den Gegnern Montenegro, Schweiz, Bulgarien und Wales auch die Mittel fehlten, um England ernsthaft gefährlich zu werden.
England bei der EM 2012 - die Gruppenphase und Ausblick auf die K.o.-Runde
In der Gruppe D bekommt es England bei der EM-Endrunde mit dem euphorisierten Co-Gastgeber Ukraine, Schweden und Frankreich zu tun. Insgesamt sollte es also eine machbare Aufgabe für die englische Nationalelf werden, wenngleich natürlich keiner der drei Gegner unterschätzt werden darf. Ein Fingerzeig für den Turnierverlauf wird bereits das Auftaktmatch, hier muss man sich mit den Franzosen messen und von Beginn an hellwach sein, da eine Niederlage zum Start der EM-Endrunde natürlich absolutes Gift für die Truppe von Trainer Roy Hodgson wäre. Sollten die Engländer die Erwartungen erfüllen und die Gruppenphase überstehen können, dann geht es in der Runde der besten acht Mannschaften gegen die Teams aus der Gruppe C (Spanien, Irland, Italien, Kroatien) - es winkt also ein absolutes Spitzenmatch im Viertelfinale gegen Italien oder Titelverteidiger Spanien.

Warum gerade mit Roy Hodgson für England der Erfolg einkehren soll? Es gibt keine Gründe.
Englands Spielplan
England - Frankreich (Montag, 11. Juni, 18.00 Uhr in Donezk)
England - Schweden (Freitag, 15. Juni, 20.45 Uhr in Kiew)
England - Ukraine (Dienstag, 19. Juni, 20.45 Uhr in Donezk)
Zum gesamten EM-Spielplan 2012 (mit Wettquoten)
England bei der Euro 2012 - die EM-Auftritte in der Vergangenheit
Es ist mittlerweile die achte Endrunden-Teilnahme der Engländer an Europameisterschaften, die Bilanz der “Three Lions” ist für das Mutterland des Fußballs allerdings nahezu katastrophal. Noch nie gelang den Kickern von der Insel ein EM-Titel, nicht einmal ein Finaleinzug steht für die stolzen Briten zu Buche. Die größten Erfolge: Zweimal stand das Team im Halbfinale, verlor jedoch beide Begegnungen (1968 mit 0:1 gegen Jugoslawien, 1996 nach einer packenden Partie im Elfmeterschießen gegen Deutschland). Es wäre also endlich einmal an der Zeit für eine englische Teilnahme an einem EM-Endspiel, allein der Glaube daran fehlt.
EM 2012 England - was ist gut, was ist schlecht
Die Stärken:
Die englische Mannschaft ist enorm zweikampfstark, robust und nahezu unbezwingbar in der Luft, zudem stachelt der große Konkurrenzkampf zu besseren Leistungen an. Die “Three Lions” verfügen über eine Menge sehr guter Spieler mit internationaler Erfahrung, an guten Tagen kann die Hogson-Elf jedes Team der Welt schlagen. Spannend wird die Frage, ob der englische Coach vielversprechende Talente wie beispielsweise Danny Welbeck oder Phil Jones einbauen kann.
Die Schwächen:
Torhüter Joe Hart hält solide, ist aber keiner, der ein Spiel im Alleingang gewinnen kann - ein Nachteil gegenüber Deutschland oder Spanien. Die Defensivabteilung ist schwach in der Spieleröffnung und vor allem dann zu langsam, wenn schnell und flach in die Spitze gespielt wird. Ebenfalls ein Problem: Der einzige Stürmer mit absolutem Weltklasseformat, Wayne Rooney von Manchester United, ist in den ersten beiden Gruppenspielen gesperrt.
Euro 2012 England - der Kader
Tor:
Joe Hart (Manchester City), Robert Green (West Ham United), Jack Butland (Birmingham City)
Abwehr:
Leighton Baines (FC Everton), Gary Cahill (FC Chelsea London), Ashley Cole (FC Chelsea London), Glen Johnson (FC Liverpool), Phil Jones (Manchester United), Joleon Lescott (Manchester City), John Terry (FC Chelsea London)
Mittelfeld:
Phil Jagielka (FC Everton), Stewart Downing (FC Liverpool), Steven Gerrard (FC Liverpool), Jordan Henderson (FC Liverpool, Ersatzspieler für Frank Lampard), James Milner (Manchester City), Alex Oxlade-Chamberlain (FC Arsenal London), Scott Parker (Tottenham Hotspur), Theo Walcott (FC Arsenal London), Ashley Young (Manchester United)
Sturm:
Andy Carroll (FC Liverpool), Jermain Defoe (Tottenham Hotspur), Wayne Rooney (Manchester United), Danny Welbeck (Manchester United)
Die Turnierprognose
England ist so etwas wie die Wundertüte beim Turnier in Polen und der Ukraine, letztlich kann man das Team von der britischen Insel enorm schwer einschätzen. Die Klasse um die Gruppenphase zu überstehen haben die “Three Lions” allemal, danach allerdings könnte es in einem möglichen Viertelfinale gegen Italien oder Spanien doch recht eng werden. Insgesamt muss man wohl sagen, dass Wetten auf England in der Vorrunde durchaus Sinn ergeben - in der K.o.-Runde allerdings dürfte wohl eher davon abzuraten sein, da hier die wahrscheinlichen Gegner aus Italien oder Spanien doch eher die favorisierten Teams wären.
BettingExpert-Tipp: Die Engländer erreichen wieder nichts und fahren nach dem Viertelfinale nach Hause
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Fußball in Zahlen - Ausgabe 7



