Eurovision Song Contest 2012 | Rumänien: Mandinga - Zaleilah
von Eva, bettingexpert.com | Veröffentlicht
Gesetzte Finalisten
Zum 2. Mal dabei
Mandinga wurde mit ihrem Song „Zaleilah” beim Eurovision Song Contest Rumänien gewählt. In der Tradition heißer Tanzrhythmen ist dieser Song ein souverän vorgetragener Beitrag, der in die Hüften geht.
Mandinga lädt mit „Zaleilah” zum Tanzen ein
Rumänien hat sich für die Gruppe Mandinga entschieden, die mit rumänischem Folkloresound als Dancefloormusik aufgepäppelt nach Baku fahren wird. Veranstalter des Eurovision Song Contest Rumänien war der rumänische Fernsehsender TVR. Mit einer öffentlichen Ausschreibung konnten sich die Kandidaten für Baku bewerben. Bei der Selectia Nationala 2012, wie der Eurovision Song Contest Rumänien genannt wird, traten schließlich 15 Kandidaten an. Abgestimmt wird in Rumänien mit den Juroren. Mandinga hatte einige prominente Konkurrenz im Eurovision Song Contest Rumänien. Dazu zählte auch Catalin Josan, der bereits im Jahr 2009 und 2010 für den ESC als Kandidat dabei war. Sein Song „Stop“ in 2009 und "Around Around" in 2010 kam in beiden Vorentscheiden auf den zweiten Platz.
Die Geschichte Rumäniens mit dem ESC
Dublin 1994 war das erste Mal für Rumäniens Teilnahme beim ESC. Zwar hatte das Land im Jahr 1993 schon einmal versucht, teilzunehmen, doch in der Vorauswahl Osteuropas war es gescheitert. Der Titel "Playing With Fire" wurde 2010 in Oslo von dargeboten. Sie schafften damit den bislang größten Erfolg Rumäniens beim ESC, in dem sie den dritten Platz ergatterten. Die Pop-Rock-Gruppe Hotel FM schaffte dann im Jahr 2011 einen erneuten Sieg für Rumänien durch ihren Einzug ins Finale, wo sie immerhin den siebzehnten Platz belegen konnte. „Zaleilah” von Mandinga wird nun in diesem Jahr in Baku für Rumänien angestimmt werden. Es ist ein erfrischender Sound, der gut gemacht ist und unter vielen Beiträgen auch Qualität bietet. Der Song geht in die Hüften und inspiriert zum Tanzen und liegt damit auch ganz in der Tradition rumänischer Musik.
Osmanische Einflüsse und heiße Rhythmen
Rumäniens Musik ist geprägt von der Panflöte, von Geige und ?ambal und von orientalischen Einflüssen. Heiße Dance-Rhythmen sind keine Seltenheit und entsprechen der heißblütigen Mentalität. „Zaleilah” nimmt diese Traditionen auf und bringt sie modern auf die Bühne. Rumänische Musik nutzt wie der Jazz wiederholte Interpretationen der gleichen Melodie und wurde durch die Roma am ehesten bekannt. Als einst die Roma vor den Osmanen flüchten mussten, gerieten sie nach Moldawien und in die Walachei. Doina ist eine osmanische Musiktradition, die sich durch rasante Rhythmen auszeichnet, auf dem der Gesang zu schweben scheint. Selbst wenn traditionelle Lieder eine gewisse Schwermut mit sich bringen, lockert dieser Musikstil doch das Ganze auf und fließt auch in den Hora, ein Rundtanz mit Ausrufen, die Strig?turi genannt werden, ein. Insofern verwundert es nicht, dass dieser Song von Mandinga beim Eurovision Song Contest Rumänien gut ankam.
Manele, die Musik, die alle in Rumänien lieben
In die Musik Manele fließen traditionelle Folklorerhythmen sowie moderne Pop- oder Rap-Rhythmen mit ein. Seit den 90er Jahren wird Manele in Rumänien überall gehört, und wenn es Feste gibt, wird es auch Manele geben. Liebe und Gewalt, Sex und Geld sind die Themen der Musik aus den Armutsvierteln Bukarests. Auch wenn die Bildungsschicht eine solche Musik eher ablehnte, hat sie sich dennoch auch bei ihnen eingebürgert und wird geliebt. „Zaleilah” von Mandinga ist Musik, die in die Beine geht und sie wird hoffentlich in Baku eine gute Platzierung bekommen. Partygäste wird sie in Zukunft ganz sicher erfreuen. Mandinga spielen ihren Song genau so souverän, wie es die musikalische Tradition Rumäniens möglich macht.
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