1. FC Köln - Hertha BSC Berlin
von Joachim, bettingexpert.com | Veröffentlicht
Abstiegskampf pur am 25. Spieltag in der Fußball-Bundesliga, am Samstagnachmittag treffen im Rhein-Energie-Stadion der 1. FC Köln und Hertha BSC Berlin im direkten Duell um drei ganz wichtige Zähler aufeinander. Ohne Frage weiß man in beiden Lagern um die Brisanz dieser Begegnung, eine Niederlage können sich beide Mannschaften gegen einen Konkurrenten im Fight um den Klassenerhalt fast nicht erlauben. Im Gegenzug dazu kann natürlich mit einem Sieg ein großer Schritt in Richtung Ligaverbleib geschafft werden.
Mit so viel Spannung wie in dieser Saison war das Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Köln und Hertha BSC Berlin jedenfalls selten versehen - bleibt natürlich für die Fans und die neutralen Zuschauer zu hoffen, dass die Partie auch hält, was sie im Vorfeld verspricht.
Auf Seiten der Gastgeber steht vor dem Match gegen den Klub aus der Hauptstadt ein Mann im Fokus des Interesses, wie eigentlich immer bei den “Geißböcken” ist es der deutsche Nationalspieler Lukas Podolski. Der Angreifer ist Superstar, Publikumsliebling und Medienmagnet in Personalunion, allerdings deutete in der vergangenen Woche sehr viel auf einen Abschied vom 1. FC Köln in der Sommerpause hin. Zwar hat “Prinz Poldi” noch einen Vertrag bis 2013 und noch ist ein Wechsel nicht offiziell bestätigt, allerdings hat die Kölner Lebensversicherung mittlerweile erkannt, dass er fußballerisch weit mehr auf dem Kasten hat, als Jahr für Jahr um den Klassenerhalt in der Bundesliga zu kämpfen. Beim FC Arsenal London, der Verein für den sich Podolski angeblich entschieden haben soll, sollen jetzt endlich weitere Titel zu seiner Vita hinzukommen, immerhin hat Podolski mit einer deutschen Meisterschaft und einem Sieg im DFB-Pokal aus seiner Zeit beim FC Bayern München zumindest ein paar Erfolge vorzuweisen. Doch bevor sich der Angreifer auf weitere Aufgaben konzentriert, möchte er seinem Herzensklub 1. FC Köln mit seinen Toren noch zum Klassenverbleib verhelfen, wie wichtig der Mann mit dem starken linken Fuß ist, zeigt ein Blick auf seine Saisonstatistik. Der deutsche Nationalspieler ist so wertvoll wie noch niemals zuvor, er war in dieser Spielzeit an 21 von 31 Toren seiner Mannschaft direkt beteiligt - 16 Treffer erzielte er selbst, fünf legte er für Mitspieler auf, eine unfassbare Quote für Lukas Podolski. Fakt ist: Der Mann wird dem 1. FC Köln gewaltig fehlen und ein riesengroßes Loch im Angriff hinterlassen, Sportchef Volker Finke bastelt bereits an der Zukunft und möchte gerne den ehemaligen Kölner Patrick Helmes, derzeit unglücklich in Diensten des VfL Wolfsburg tätig, zurückholen. Doch bis es so weit ist wird noch viel Zeit vergehen, wichtig ist jetzt erst einmal die Partie gegen Abstiegskonkurrent Hertha BSC Berlin. Im Vergleich zum Remis in Hoffenheim wird es bei den Hausherren wohl zwei Veränderungen geben, für Mato Jajalo und Odise Roshi werden wohl Milivoje Novakovic und Sascha Riether in die Anfangsformation zurückkehren.
Bei Hertha BSC Berlin ist am vergangenen Wochenende endlich der Knoten geplatzt, nach sechs Niederlagen in der Rückrunde und teilweise katastrophalen Auftritten gelang am letzten Spieltag vor heimischer Kulisse endlich der Befreiungsschlag. Dank eines Treffers des australischen Nationalspielers Nikita Rukavytsya konnten die Kicker aus der Hauptstadt die ersten Punkte im Jahr 2012 einfahren und damit auch ihrem neuen Trainer Otto Rehhagel eine gelungene Heimpremiere bescheren, nachdem das Bundesliga-Comeback von “König Otto” in der Woche zuvor bei der 0:3-Niederlage in Augsburg noch nicht von Glanz und Gloria begleitet wurde. Der ehemalige Nationalcoach der Griechen soll die Berliner nach dem nur einige Wochen währenden Missverständnis mit Michael Skibbe nun also aus dem Tabellenkeller führen, dass der routinierte Otto Rehhagel schweren Aufgaben gewachsen ist, hat er in der Vergangenheit mehrfach bewiesen - man denke beispielsweise nur an seinen EM-Titel 2004 mit Außenseiter Griechenland oder den sensationellen Gewinn der Meisterschaft mit Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern in der Spielzeit 1997/1998. Rehhagel ist mit Sicherheit der richtige Mann für den harten Job in Berlin, nach dem überraschenden Sieg gegen den SV Werder Bremen möchte der Coach der Herthaner in Köln unbedingt bei einem direkten Konkurrenten nachlegen und so schnell wie möglich aus der akuten Gefahrenzone kommen - mannschaftliche Geschlossenheit heißt das Zauberwort, mit dem er im Rhein-Energie-Stadion zum Erfolg kommen möchte. Im Vergleich zur Aufstellung der Vorwoche wird es auch bei den Gästen eine Veränderung geben, Peter Niemeyer kehrt ins defensive Mittelfeld zurück und ersetzt dort den jungen Fanol Perdedaj, der gegen den SV Werder Bremen sein Debüt in der Fußball-Bundesliga feierte und dabei durchaus zu gefallen wusste.
Voraussichtliche Aufstellungen:
1. FC Köln:
Rensing - Brecko, Sereno, Geromel, Eichner - Peszko, Lanig, Riether, Clemens - Novakovic, Podolski
Es fehlen:
Jemal, Petit, Chihi
Hertha BSC Berlin:
Kraft - Lell, Hubnik, Janker, Bastians - Niemeyer, Kobiashvili - Torun, Raffael, Rukavytsya - Ramos
Es fehlen:
Lustenberger, Franz
Prognose:
In 47 Spielen zwischen beiden Mannschaften gab es 22 Kölner Siege, 16 Mal gingen die Berliner als Gewinner vom Feld. Am Samstagnachmittag sind die Gastgeber das leicht favorisierte Team, was vor allem am derzeit so sensationell aufgelegten Lukas Podolski liegt. Dank zweier Treffer ihres Superstars werden die Hausherren diese wichtige Begegnung gegen die Hertha aus Berlin gewinnen und sich etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen, für die Gäste wird es nach der Niederlage wieder richtig eng - Coach Otto Rehhagel muss schleunigst den perfekten Draht zu seiner Mannschaft finden, ansonsten könnte die Unternehmung Klassenerhalt eine wirklich knappe Angelegenheit werden, die eventuell sogar zu scheitern droht.
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Fußball in Zahlen - Ausgabe 7



