Hertha BSC Berlin - TSG 1899 Hoffenheim

von Sebastian, bettingexpert.com | Veröffentlicht

Am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga geht es für die Hausherren noch einmal um alles oder nichts, lediglich mit einem Sieg am Samstagnachmittag im heimischen Olympiastadion besteht noch die Chance auf Relegationsplatz 16. Doch in der eigenen Hand hat der aktuelle 17. der Tabelle das Geschehen sowieso nicht, zeitgleich zu einem eigenen Erfolg gegen die TSG 1899 Hoffenheim müssen die Kicker von Hertha BSC Berlin darauf beten, dass der 1. FC Köln sein Match vor heimischer Kulisse gegen den FC Bayern München nicht gewinnt.

Bundesliga 2011/12 | Hertha BSC Berlin - TSG 1899 Hoffenheim

Früher wies er der Hertha den Weg nach vorne, nun den in die 2. Liga.

Der Klassenerhalt ist also von mehreren Faktoren abhängig für die Truppe von Trainer Otto Rehhagel, zumindest die eigene Aufgabe, nämlich drei Punkte zu Hause gegen Ex-Coach Markus Babbel und sein jetziges Team Hoffenheim, wollen die Kicker aus der Hauptstadt am Samstag unbedingt erfüllen.

Der Betting Expert Tipp: Hertha BSC Berlin - TSG 1899 Hoffenheim 1:1

Empfohlene Wetten Quote Buchmacher
Unentschieden (1X2) 3.80
Unter 2.5 Tore 2.42

Berlin *muss* gewinnen, koste was es wolle

Der Druck auf die Gastgeber ist vor dem 34. Spieltag unglaublich hoch, die Berliner sind zu drei Punkten verdammt - und das ausgerechnet gegen die Mannschaft ihres Ex-Trainers Markus Babbel. Keine einfache Aufgabe also für die Hausherren, die in der Winterpause auf einem starken elften Rang die Hinrunde abschlossen und eigentlich den Angriff auf die Europa League vor Augen hatten. Doch wie schnell sich das Blatt in der Fußball-Bundesliga wenden kann, bekamen die Berliner am eigenen Leib zu spüren, nach einer katastrophalen Rückrunde mit lediglich acht Zählern auf dem Konto steht man jetzt kurz vor dem Gang in die Zweitklassigkeit. Eine bittere Geschichte für alle Anhänger des Hauptstadtteams, vor allem zu Hause wurden letztlich einfach viel zu wenig Punkte eingefahren - insgesamt nur zwölf an der Zahl. Am Samstagnachmittag allerdings sind alle bisherigen Saisonstatistiken, Bilanzen und Fakten hinfällig, es zählen nur die 90 Spielminuten, in denen die Hertha unbedingt als Sieger vom Platz gehen muss.

Einfach allerdings wird dieses Unterfangen keinesfalls, schließlich kennt Rehhagels Gegenüber Markus Babbel seine Ex-Mannschaft ganz genau und kündigte bereits an, dass er mit der TSG 1899 Hoffenheim nicht gewillt ist, die Punkte kampflos in der Bundeshauptstadt zu lassen. Auf Seiten der Gastgeber wird es im Vergleich zur 0:4-Klatsche beim FC Schalke 04 wiederum einige Veränderungen in der Startformation geben, auch der erfahrene Coach Otto Rehhagel hat in seiner kurzen Amtszeit nie eine wirkliche Stammelf gefunden und rotiert vor dem Saisonfinale wie so oft in den letzten Begegnungen weiter fleißig das Team durcheinander. Allerdings ist genau das mit ein Problem der Hertha in dieser Spielzeit, eine ordnende Hand, die das Chaos innerhalb des Vereins in den Griff bekommt, hätte den Berlinern unglaublich gut getan im letzten halben Jahr. Doch auch der routinierte Rehhagel schaffte das nicht, mitunter ist dies ein Grund, warum die Kicker aus der Hauptstadt so weit unten drinstehen - denn das Potenzial, die Klasse souverän zu halten, hätte Hertha BSC Berlin locker gehabt.

"Ich kann doch nicht nach Berlin fahren und nicht gewinnen wollen."

Vor dieser Partie konzentriert sich natürlich alles auf Hoffenheim-Coach Markus Babbel, der ehemalige Trainer von Hertha BSC Berlin steht seit Tagen im absoluten Fokus. Es ist definitiv eine Konstellation, die einem Hollywood-Drehbuch entnommen sein könnte, spannender könnte es am Samstagnachmittag fast nicht zugehen. In den vergangenen Tagen wurde enorm viel über die Rolle von Markus Babbel geredet und auch darüber spekuliert, ob er mit seinem Team das für Hoffenheim unwichtige Match eventuell abschenken würde. Doch eine solche Aktion ist für Babbel undenkbar, er machte vielmehr seine Mannschaft vor dem Match in der Hauptstadt noch einmal unglaublich heiß und betonte: “Ich kann doch nicht nach Berlin fahren und nicht gewinnen wollen. Ich schenke der Hertha nichts und will mit aller Macht die drei Punkte.”

Diese Aussagen vor der Partie machen Babbels Einstellung mehr als deutlich, er möchte vor allem Hertha-Manager Michael Preetz, mit dem er sich in einem riesengroßen Streit kurz vor Weihnachten trennte, zurück in die zweite Liga schicken. Wird also ausgerechnet der Aufstiegsheld zum Zünglein an der Waage und sorgt dafür, dass sein ehemaliges Team wieder zurück in die zweite Liga muss? Fakt ist, dass Coach Markus Babbel die Kicker aus dem Kraichgau voraussichtlich in absoluter Bestbesetzung auflaufen lässt und im Vergleich zur Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg keine Veränderungen in der Startformation vornehmen wird - ein Zeichen dafür, dass die TSG 1899 Hoffenheim keine Punkte abschenken möchte.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Hertha BSC Berlin

Kraft - Lell, Hubnik, Janker, Bastians - Niemeyer, Kobiashvili - Ebert, Raffael, Ramos - Lasogga

Es fehlen:

Franz, Mijatovic, Neumann, Lustenberger, Djuricin

TSG 1899 Hoffenheim:

Starke - Beck, Vestergaard, Compper, Johnson - Rudy, Salihovic - Vukcevic, Musona, Babel - Schipplock

Es fehlen:

Gulde, Jaissle, Roberto Firmino, Weis, Williams

Prognose:

Bislang gab es in der Fußball-Bundesliga zwischen beiden Teams fünf Duelle, bei je zwei Siegen pro Mannschaft und einer Punkteteilung ist die Bilanz exakt ausgeglichen. Auf die Partie am Samstagnachmittag darf man sehr gespannt sein, auf Seiten der Gastgeber wird man die Nervosität definitiv merken. Letztlich werden die Kicker von Trainer Otto Rehhagel dem enorm hohen Druck nicht standhalten können und gegen eine gut eingestellte Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim lediglich Remis spielen.

Für die Herthaner bedeutet das, unabhängig vom Spielausgang in Köln, nach nur einem Jahr die Rückkehr in die zweite Bundesliga, in Köln hingegen darf man sich über die Sicherung des Relegationsplatzes freuen. Immerhin.

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