VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach
von Joachim, bettingexpert.com | Veröffentlicht
Im abschließenden Match des 19. Spieltages stehen sich am Sonntagabend in der Mercedes-Benz-Arena der Tabellenzehnte VfB Stuttgart und der Überraschungsvierte Borussia Mönchengladbach gegenüber. Beide Teams haben sich für die Begegnung richtig viel vorgenommen, für beide Mannschaften sind am Sonntagabend definitiv nur drei Zähler zufriedenstellend. Denn die Hausherren brauchen unbedingt einen Sieg um endlich die Aufholjagd auf den vor der Saison angestrebten internationalen Wettbewerb einzuläuten, die Gäste möchten ihrerseits das Wunder fortsetzen und mit einem Erfolg weiter im Konzert der Großen mitmischen.
Für Hochspannung ist also gesorgt, beide Vereine werden sich in der Mercedes-Benz-Arena nicht verstecken und den Weg nach vorne suchen.
Borussia Mönchengladbach ist spektakulär in die Rückrunde der Spielzeit 2011/2012 gestartet, am vergangenen Wochenende schossen die Kicker von Trainer Lucien Favre keine geringere Mannschaft als den FC Bayern München mit 3:1 aus dem eigenen Stadion. Wieder einmal überragend war dabei Superstar Marco Reus, der das Team mit seiner Klasse und seiner Präsenz förmlich in andere Sphären hebt und regelrecht mitreißt. Der kleine Flügelflitzer, der in der zweiten Saisonhälfte aufgrund seines Wechsels in der Sommerpause zu Borussia Dortmund auf Abschiedstournee von den Fans ist, hat sich mit den “Fohlen” den internationalen Wettbewerb fest vorgenommen, momentan deutet sogar vieles auf die Champions League hin. Sollte es für das Team von Trainer Lucien Favre tatsächlich mit dem Einzug in die Königsklasse klappen, wäre dies ein perfektes Geschenk von Marco Reus an die Gladbach-Anhänger für die Unterstützung in den vergangenen Jahren. Entscheidend dafür allerdings ist auch, dass der wichtigste Spieler bei Borussia Mönchengladbach in den kommenden Monaten unverletzt bleibt - eine Tatsache, die sich auch Borussia Dortmund einiges kosten lässt. Denn die Verantwortlichen des BVB versicherten Marco Reus schon für die Rückrunde der noch laufenden Saison und das obwohl der junge Nationalspieler noch gar nicht für die Schwarz-Gelben tätig ist. Das wirtschaftliche Risiko bei diesem millionenschweren Deal wollen die Bosse von Borussia Dortmund mit dieser Maßnahme möglichst gering halten, angesichts der häufigen Fouls an Reus, der ähnlich wie Bayerns Franck Ribéry oder BVB-Talent Mario Götze nur häufig unfair zu stoppen ist, eine logische und mehr als nachvollziehbare Investition. Auch in Stuttgart möchte es der pfeilschnelle Angreifer wieder klingeln lassen, überhaupt brennt das gesamte Team auf das Match in der Mercedes-Benz-Arena. Denn die Kicker von Trainer Lucien Favre wollen unbedingt eine Revanche für die Klatsche aus der letzten Saison - damals gingen die Mönchengladbacher beim VfB mit 0:7 regelrecht unter. Eine Sache ist im Vorfeld der Partie allen Beteiligten klar, ein solches Debakel soll und darf sich nicht noch einmal wiederholen. Aus diesem Grund wird Coach Favre auch nur einen Wechsel in der siegreichen Startformation des letzten Wochenendes vornehmen, Abwehrchef Dante kehrt zurück in die Innenverteidigung und ersetzt dort den verletzten Niederländer Roel Brouwers.
Beim VfB Stuttgart lag der Fokus in der vergangenen Woche ganz eindeutig auf Neuzugang Vedad Ibisevic, der Bosnier soll die Torflaute im Angriff der Stuttgarter beheben und im Strafraum ab jetzt für mehr Gefahr sorgen. Denn gerade im Sturmzentrum fehlte es den Schwaben zuletzt an Durchschlagskraft, der Brasilianer Cacau spielte ebenso wie der wechselwillige Russe Pavel Pogrebnyak eine katastrophale Hinrunde und Rückkehrer Julian Schieber, auf den Coach Bruno Labbadia große Hoffnungen gesetzt hatte, fehlte mehr oder weniger die komplette erste Saisonhälfte verletzt. Mit der Verpflichtung von Vedad Ibisevic wurde genau der Spielertyp an den Neckar gelotst, den sich Trainer Bruno Labbadia gewünscht hat und der eine gute Torquote vorweisen kann. Der Schwaben-Coach ist so begeistert von dem bosnischen Neuzugang, dass er bereits am Sonntagabend sein System von einem 4-2-3-1 auf ein 4-2-2-2 umbauen und mit Ibisevic und Schieber zwei Stürmer in der Spitze aufbieten wird. Die Umstellung des Systems schafft zwar mehr Präsenz im Angriffszentrum, geht allerdings auf Kosten des kreativen Spielmachers Tamás Hajnal. Doch das ist Trainer Bruno Labbadia erst einmal egal, nach zuletzt fünf Begegnungen ohne Erfolg muss er dringend etwas verändern und da bietet sich der Tausch des ohnehin zuletzt schwachen Ungarn gegen einen zweiten Angreifer durchaus an.
Voraussichtliche Aufstellungen:
VfB Stuttgart:
Ulreich - Celozzi, Tasci, Maza, Molinaro - Kuzmanovic, Kvist - Harnik, Cacau - Ibisevic, Schieber
Es fehlen:
Boulahrouz, Boka, Audel, Bah, Gebhart, Gentner, Traoré
Borussia Mönchengladbach:
ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter - Arango, Herrmann - Hanke, Reus
Es fehlen:
Brouwers, Bobadilla
Prognose:
83 Begegnungen gab es bislang zwischen den beiden Mannschaften in der Fußball-Bundesliga, der VfB Stuttgart dominiert mit 35 Siegen bei 22 Niederlagen ganz klar die Statistik. Ohnehin ist Borussia Mönchengladbach so etwas wie der Lieblingsgegner der Schwaben, die seit elf Partien ohne Pleite gegen die Truppe von Trainer Lucien Favre sind und von den letzten 27 Begegnungen gegen die Kicker vom Niederrhein lediglich ein einziges Match in der Fußball-Bundesliga verloren haben - eine beeindruckende Bilanz für das Team aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Ob dies allerdings auch am Sonntagabend so bleibt, ist fraglich, schließlich sind die Gäste derzeit weitaus besser in Form und spielen den deutlich stärkeren Fußball. In einem hart umkämpften Match wird nach 90 Minuten keine der beiden Mannschaften als Sieger vom Feld gehen, man trennt sich, wie schon beim 1:1 im Hinspiel, mit einem leistungsgerechten Remis. Diese Punkteteilung allerdings hilft weder den Hausherren noch den Gästen wirklich weiter, während die Gladbacher den Anschluss an die Tabellenspitze verlieren, tritt der VfB Stuttgart weiterhin auf der Stelle und muss sich erheblich steigern, wenn es noch für die Europa League reichen soll.
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