VfB Stuttgart - SV Werder Bremen
von Sebastian, bettingexpert.com | Veröffentlicht
Die Spielzeit 2011/2012 geht so langsam aber sicher dem Ende entgegen, im Saisonfinale geht es für viele Mannschaften noch um richtig wichtige Entscheidungen. So auch beim Auftaktmatch des 31. Spieltages in der Mercedes-Benz-Arena, das der Tabellenfünfte VfB Stuttgart und der aktuelle Achte SV Werder Bremen bestreiten werden - beide Mannschaften kämpfen derzeit um einen der drei begehrten Plätze in der Europa League, am Freitagabend dann kommt es zum direkten Duell der beiden Kontrahenten.
Das Match in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ist das, was man im Fachjargon allgemein als sogenanntes “Sechs-Punkte-Spiel” bezeichnet - es geht darum selbst Zähler einzufahren und dem Gegner noch dazu welche zu klauen. Für Hochspannung ist am Freitagabend also definitiv schon aufgrund der Tabellenkonstellation gesorgt, zudem dürfen sich die Fans auf ein offensiv geführtes Match freuen.
Der Betting Expert Tipp: VfB Stuttgart - SV Werder Bremen 3:1
| Empfohlene Wetten | Quote | Buchmacher |
|---|---|---|
| VfB Stuttgart (1X2) | 2.00 |
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| VfB Stuttgart AH -0.75 | 2.10 |
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| Über 2.5 Tore | 1.70 |
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Stuttgart glänzt in der Rückrunde
Die Hausherren spielen wie so häufig eine glänzende Rückrunde, die Truppe von Trainer Bruno Labbadia ist gemeinsam mit Spitzenreiter Borussia Dortmund das torgefährlichste Team der zweiten Saisonhälfte und steht in der Tabelle des Jahres 2012 auf einem tollen dritten Rang - bereits zum jetzigen Zeitpunkt haben die Schwaben mehr Punkte geholt als in den ersten 17 Begegnungen dieser Spielzeit. Es läuft momentan also richtig gut beim VfB Stuttgart, seit acht Partien sind die Kicker vom Neckar mittlerweile ungeschlagen und holten dabei sechs Siege und zwei Remis. Zuletzt bekam unter der Woche auch der abstiegsbedrohte FC Augsburg die derzeitige Klasse der Schwaben zu spüren, den frühen Rückstand drehten die Stuttgarter im Stile einer Spitzenmannschaft noch vor der Pause und ließen sich die drei Zähler danach dank einer konzentrierten Abwehrleistung nicht mehr nehmen.
Besonders auffällig war am Dienstagabend einmal mehr eine Eigenschaft der Labbadia-Truppe, die sich wie ein roter Faden durch die Rückrunde zieht, die Rede ist von der unglaublichen Effektivität der VfB-Kicker. Denn auch in Augsburg spielte der VfB Stuttgart nach vorne nicht besonders stark, trotzdem gelang quasi aus jeder ernsthaften Torgelegenheit ein Treffer. Diese Chancenauswertung soll möglichst auch am Freitagabend der Schlüssel zum Erfolg gegen den SV Werder Bremen werden, hinzu kommt, dass der VfB die heimische Mercedes-Benz-Arena zuletzt wieder in eine echte Festung verwandeln konnte und 13 Punkte aus den letzten fünf Heimbegegnungen holte. Im Vergleich zum Match in Augsburg allerdings wird Trainer Bruno Labbadia, der mittlerweile endgültig in Stuttgart angekommen zu sein scheint, zwei Veränderungen in seiner Startformation vornehmen müssen, der verletzt ausgewechselte Linksverteidiger Arthur Boka und der defensive Mittelfeldspieler Zdravko Kuzmanovic, der sich am Dienstag die fünfte Gelbe Karte abholte, können nicht mit von der Partie sein. Neu ins Team werden wohl Cristian Molinaro und Christian Gentner kommen, beide wurden schon in Augsburg eingewechselt und bewiesen dort in der zweiten Halbzeit ihre unbestrittene Klasse, als Molinaro einmal mit einer sensationellen Grätsche den Ausgleich verhinderte und Gentner den Treffer zum 3:1-Endstand mustergültig für Torjäger Vedad Ibisevic auflegte.
Werder in der Krise, zuletzt aber mit Moral
Der SV Werder Bremen hatte am Dienstagabend in der Fußball-Bundesliga definitiv die schwerere Aufgabe, zu Hause gelang dem Team von Trainer Thomas Schaaf in einer atemberaubenden Partie ein 2:2-Remis gegen Borussia Mönchengladbach. Ein sehr gutes Ergebnis für die Kicker von der Weser, besonders wenn man bedenkt, dass die Heimelf in Unterzahl einen Rückstand noch aufholen konnte und eine beeindruckende Moral bewies. Dieses Comeback sollte vor dem wichtigen Match beim VfB Stuttgart für zusätzliches Selbstbewusstsein sorgen, das Team von Trainer Thomas Schaaf steht nach der bislang doch sehr schwachen Rückrunde, in der man lediglich den 14. Rang belegt und nur zwei Siege einfahren konnte, doch gewaltig unter Druck.
Denn die Konkurrenz aus Leverkusen, Hannover und Wolfsburg macht gewaltig Dampf und schläft nicht, die Hanseaten drohen in dieser Saison tatsächlich leer auszugehen. Für die Verantwortlichen des Vereins wäre das Verpassen des internationalen Geschäfts ein heftiger Rückschlag, das Geld aus der Europa League könnten die klammen Bremer nach den relativ sicheren Abgängen der Leistungsträger Tim Wiese, Naldo und Claudio Pizarro zum Saisonende sehr gut für Neueinkäufe benötigen - ansonsten nämlich droht der SV Werder Bremen so langsam aber sicher auseinander zu brechen.
Voraussichtliche Aufstellungen:
VfB Stuttgart:
Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Molinaro - Kvist, Gentner - Harnik, Hajnal, Schieber - Ibisevic
Es fehlen:
Kuzmanovic, Audel, Boulahrouz, Delpierre
SV Werder Bremen:
Wiese - Fritz, Affolter, Sokratis, Schmitz - Naldo - Junuzovic, Ignjovski - Marin - Pizarro, Rosenberg
Es fehlen:
Prödl, Boenisch, Bargfrede, Ekici, Borowski, Stevanovic, Ayik, Arnautovic
Prognose:
Nach bislang 91 Begegnungen in der Fußball-Bundesliga ist die Bilanz zwischen beiden Teams nahezu ausgeglichen, mit 32 Siegen konnte der VfB Stuttgart insgesamt lediglich eine einzige Partie mehr gewinnen als der SV Werder Bremen. Im Hinspiel siegten die Bremer relativ locker mit 2:0, an den letzten Auftritt in der Mercedes-Benz-Arena allerdings hat man bei den Gästen keine besonders guten Erinnerungen - 0:6 hieß es in der vergangenen Saison in der baden-württembergischen Landeshauptstadt aus Sicht der Schaaf-Truppe, man wurde vom VfB Stuttgart regelrecht überrannt.
Zwar wird es am Freitagabend keine Wiederholung eines solchen Ergebnisses geben, dennoch gehen die Gastgeber als klarer Favorit in die Begegnung und werden das Match auch relativ souverän gewinnen. Mit den drei Punkten im Gepäck kommt die Labbadia-Elf der Europa League einen weiteren großen Schritt näher, für die Bremer hingegen wird es im Kampf ums internationale Geschäft immer enger.
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