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Buchmacher

Wie berechnen Buchmacher Quoten?


Für den Buchmacher ist das richtige Festlegen der Preise der Schlüssel zu langfristiger Profitabilität.


Der Vorteil des Buchmachers

Wie im vorangegangenen Turorial erwähnt: Buchmacher bauen eine Marge, eine Art Hausvorteil in die Wettquoten ein. Für 1X2-Wetten auf die Bundesliga findet man zum Beispiel häufig Margen im Bereich von 102% bis 107%. Die Liga ist den Buchmachern bekannt und Informationen sind weithin verfügbar.

Wenn es dagegen viele Unwägbarkeiten gibt, wie zum Beispiel bei einem Pferderennen mit vielen relativ unbekannten Teilnehmern, sind bis zu 120% zu erwarten - als Schutz gegen Wettende, die möglicherweise deutlich mehr Ahnung haben als der Anbieter der Wette.

Buchmachern gelingt es zwar nicht immer, alle die hereinkommenden Wettgelder so auf die Wettausgänge zu verteilen, dass ein garantierter Profit entsteht, doch sorgt die Marge auf lange Sicht auch so dafür, dass der Buchmacher Geld verdient.

Zusätzlich legen Buchmacher mehr oder weniger hohe Einsatzlimits fest, und können auch durch dieses Instrument ihr Risiko steuern.

Quoten festlegen: Den Markt einschätzen

Ein Buchmacher legt erst die "realen" Wahrscheinlichkeiten für ein Wettereignis fest, preist sie also auf 100%. Danach baut er die Marge ein.

 Nehmen wir zum Beispiel ein Match zwischen Deutschland und Frankreich:

Der Buchmacher glaubt, dass dies die realen Gewinnwahrscheinlichkeiten sind.

Wie genau?

Deutschland60.6%
Unentschieden22.2%
Frankreich17.2%
Addierte implizierte Wahrscheinlichkeit der Quoten=100%

Nun rechnet der Buchmacher seine Preise auf eine 107% Marge um.

Deutschland @1.54implizierte Wahrscheinlichkeit: 64.8%.
Unentschieden @4.22implizierte Wahrscheinlichkeit: 23.7%.
Frankreich @5.40implizierte Wahrscheinlichkeit: 18.5.%.
Addierte implizierte Wahrscheinlichkeit der Quoten=107%

Obwohl ein Sieg Deutschlands das wahrscheinlichste Ereignis ist, denkt der Buchmacher auch, dass seine Preise korrekt sind und er deshalb auf lange Sicht gewinnen wird - eben weil Deutschland solche Begegenungen häufig genug nicht gewinnen wird.